Altmühltal und Schambachtal

Tagestour am 15.05.2014: ca. 150 Kilometer

Der Kuchlbauer-Turm in Abensberg

Da ich heute meinen einzigen freien Tag hatte, gestern im Niesel noch den Rasen gemäht hatte, wollte ich unbedingt meinen Scoopy ausfahren. Ich wollte zur Walhalla nach Regensburg oder nach München fahren. Um 9 Uhr erwartungsfroh zum Fenster rausgeschaut – Regen. Um 10 Uhr erwartungsfroh zum Fenster rausgeschaut – Regen. Um 11 Uhr hörte es dann endlich zu regnen auf und in gefühlten 1,2 Sekunden saß ich auf meinem Roller. Bei „sommerlichen“ 8° startete ich Richtung Süden. Nach 10 Minuten begann es wieder zu tröpfeln und ich zweifelte schon langsam an meinem Plan. So fuhr ich am Flughafen Manching (Der Flughafen mit der längsten Start- und Landebahn in Mitteleuropa, glaub ich) vorbei Richtung Geisenfeld. Über die Dörfer fuhr ich Richtung Wolnzach. Jetzt musste ich mich entscheiden. Der Regen hatte zwar aufgehört, aber der Himmel im Süden war pechschwarz. Also dann Richtung Mainburg, mitten durch die Holledau (Hallertau). An der B301, der sogenannten „Deutschen Hopfenstraße“ fuhr ich weiter Richtung Siegenburg. Da kam mir der Einfall, nach Abensberg zu fahren und mir den Kuchlbauer-Turm anzuschauen. Bedingt durch eine Baustelle musste ich einen kleinen Umweg fahren und war bald auch schon da. Ist ja leicht zu finden, leuchtet ja überall raus mit seiner goldenen Kuppel.

Im Turm befindet sich eine Sammlung von ca. 4000 Biergläsern

Ich war kurz am Überlegen, ob ich reingehen sollte, aber wie auf dem Bild zu erkennen ist, zog der Himmel schon wieder zu. Auf die Walhalla hatte ich dann keine Lust mehr (bei dem Wetter) und so fuhr ich Richtung Kelheim. Mein Plan war, über’s Altmühltal nach Hause zu fahren.

Die Befreiungshalle in Kelheim

Nach Kelheim fuhr ich Richtung Riedenburg und aufeinmal kam die Sonne raus. Es hatte gleich mal gefühlte 10° mehr. Ich bin dieses Teilstück 2013 schon mal gefahren – einfach schön mit dem Roller.

Passend zu meinem “Ross” 😉

Zwischen Kelheim und Riedenburg kommt das kleine Dorf „Essing“. Hier gibt’s eine regional sehr bekannte Holzbrücke, die bis 2006 die längste Holzbrücke Europas war.

Die Holzbrücke von Essing

Bei angenehmen Temperaturen fuhr ich durch Riedenburg und bog ab ins Schambachtal. Eine wunderschöne Landschaft. Das Schambachtal liegt übrigens in einem der schönsten Naturparks Deutschlands:

Im Altmühltal

Schloss Hexenagger

Kurz nach Hexenagger kommt die Ortschaft Altmannstein. Ich bin schon so oft hier durchgefahren, aber heute fuhr ich zum ersten Mal hoch auf den Schloßberg zur Ruine der alten Burg von Altmannstein. Die Burganlage ist zwar bewohnt, aber man kann die Ruine selber anschauen.

Burgruine Altmannstein

Blick auf Altmannstein

Jetzt änderte ich wieder meinen Plan. Da das Wetter noch besser geworden war, fuhr ich teilweise über die „Deutsche Limesstraße“ nach Pförring. Die Landschaft und die Straßen da sind einfach perfekt zum Rollern. Kurz vor Pförring gibt’s Überbleibsel eines alten Römerkastells. Eigentlich sieht man gar nichts mehr, aber vor Ort sind einige Infotafeln und eine Rekonstruktion des Portals.

An der Limesstraße

Kastell Celeusum – Rekonstruktion des Eingangstportals aus Gerüsten und Planen

Römischer Reiter

Aber schön langsam meldete sich mein Magen (Ich hab seit dem Frühstück nichts gegessen). So fuhr ich über Pförring, Wackerstein und Theissing wieder nach Hause. Aus dem ursprünglich schlechten Tag ist ein richtig herrlicher Ausflug geworden mit einigen schönen Erebnissen.

Als ich die Tour bei Google Maps eingegeben habe, war ich total erstaunt, waren knapp 150 km.

Hier die Tour bei Google Maps

Der Weg ist das Ziel 😉