Am Nordufer vom Brombachsee

Tagestour am 17.08.2018: ca. 220 Kilometer

Der wunderschöne Brombachsee

Manche Touren entstehen aus purem Zufall. Es war nichts geplant, ich bin seit meiner Sommertour genau 1x auf dem Roller gesessen und das war auch nur in die Stadtmitte in mein Stamm-Café. Der Familienurlaub nach Südtirol steht vor der Tür und die Vision muss nach dem Wochenende zum Kundendienst. Darum wollte ich heute in der Früh eine kleine Runde fahren, irgendwo ein Eis essen oder einen Kaffee trinken. Es war noch relativ kühl und strahlender Sonnenschein, so ein richtig schöner Sommermorgen – Es wurde eine richtig schöne Tour….. 🙂

Gegen 9 Uhr ging’s los Richtung Westen, mit der Sonne im Rücken. Während der Fahrt kam mir die Idee, einen Freund und Arbeitskollegen in Neuburg an der Donau zu besuchen, das sind einfach um die 25 Kilometer –> Passt !

Der Plan hatte nur einen kleinen Haken, mein Kollege war gerade unterwegs in Richtung Wald – Holz machen. Später hätte er Zeit. Hmmmm….was tun ? Von der besten Ehefrau der Welt – Meiner – habe ich heute morgen ein “Viel Spaß und fahr gut” gehört. Tja dann…ich war wirklich kurz am Überlegen, wieder heim zu fahren, aber es war so schön draußen. Da kam mir die Idee: Mittagessen am Brombachsee. Am Brombachsee in Altmühlfranken war ich schon mal, aber von Neuburg aus ist das eine völlig andere Strecke.

Das schöne Neuburg

Die schöne Burgruine von Wellheim

Die Kletterfelsen von Konstein im Urdonautal

Kurzer Blick auf die Karte: Ich musste Richtung Urdonautal. Das ist ein wunderschönes Tal im Naturpark Altmühltal und wie der Name schon sagt, war dieses Tal bis vor ca. 80.000 Jahren mit Wasser gefüllt – Hier eine kleine Erklärung. Übrig geblieben ist eine wunderschöne Landschaft und mit ein bischen Phantasie kann man den alten Fluss-Lauf noch erkennen.

Über Bergen mit seiner imposanten Wallfahrtskirche “Heilig Kreuz” fuhr ich also bei Hütting ins besagte Urdonautal ein. Vorbei an der alten Burgruine von Wellheim über Konstein Richtung Dollnstein. Traumhaft – Die Sonne im Rücken und den Wind im Gesicht.

Bergen mit seiner Wallfahrtskirche Hl. Kreuz

Torturm der ehemaligen Marktbefestigung in Dollnstein

Bis Dollnstein war das alles noch bekanntes Gebiet, ab jetzt kann ich reinsten Gewissens sagen, dass die nächsten ca. 30 Kilometer bis Weißenburg völliges Neuland für mich waren. Aber es wurde eine sehr schöne Etappe, da mich die Strecke hauptsächlich durch schattenspendenden und kühlen Wald führte. Über den Daumen gepeilt musste ich Richtung Pappenheim und kurz davor dann abbiegen Richtung Weißenburg.

Wunderschön und kühl….

Hier verläuft die Grenze zwischen Mittelfranken und Oberbayern

Altmühlfranken….leider kann man es nicht lesen – Hier beginnt Mittelfranken

Nach einer entspannenden Fahrt durch ländliches Franken erreichte ich kurz darauf Weißenburg – ich war erstmal erschrocken, als ich aus dem Wald raus gekommen bin, war sofort gefühlt 10° wärmer. Weißenburg hab ich links liegen gelassen 😉 Wollte dafür einen Zwischenstop in Ellingen einlegen. Elllingen ist eine wunderschöne Stadt mit historischem Stadtkern, der fast unverändert seit Jahrhunderten in der Art besteht. Dominant ist das weithin sichtbare Residenzschloß. Ellingen ist von jeher stark vom Deutschen Orden beeinflusst, aus dem das Königreich Preußen hervorging.

Das Rathaus von Ellingen

Die Residenz Ellingen – Ostseite

Die Front vom Schloß Ellingen – Südseite (ganz rechts hinten ist das Rathaus)

 

Die Heiligenbrücke über der Schwäbischen Rezat in Ellingen

Kurz nach Ellingen – Richtung Norden – erreicht man dann auch schon das Südufer vom Brombachsee bei Pleinfeld. Der Brombachsee ist eingerahmt von kühlem und duftendem Nadelwald. Da ich genau wusste, wo ich hin wollte zum Essen, erreichte ich dann auch kurz darauf mein Ziel – den Gasthof Hochreiter in Enderndorf am Nordufer des Sees. Wie immer bestellte ich Schäuferl und wie immer war es Weltklasse…. 😉

Fast am Ziel…

Der Wasserturm von Großweingarten

Schäuferl vom Feinsten – Bild ist vom letzten Besuch (Handy war im Roller)

Frisch gestärkt fuhr ich noch zum Hafen von Enderndorf bei absolutem Kaiserwetter. Es war richtig, richtig schön – Wer zum Brombachsee fahren will: Hier essen und dann einmal den See umrunden – lohnt sich ! Ich hab die Runde heute nicht gemacht, sondern bin noch etwas am Nordufer herumgefahren….Ist einer meiner Lieblingsorte in Bayern (Franken).

Der Hafen von Enderndorf

Traumhaftes Wetter

Blick über den See – einfach nur schön

Der Rest ist schnell erzählt: Warum eine andere Route für die Heimfahrt wählen ? Wollte ja eh nochmal zu meinem Kollegen nach Neuburg 😉

Burgruine Hütting

Kriegerdenkmal im Wald bei Neuburg

Panoramablick über Neuburg (rechts) und das Donautal

Und so nahm diese unerwartete Ausfahrt mit einem gutem Radler bei toller Gesellschaft in einem gemütlichen Neuburger Garten ein prima Ende – schön war’s ! Abgerundet wurde das Ganze dann noch abends bei einem Gläschen Wein mit meiner Frau in unserem Lieblingslokal. Perfekt 🙂

Hier die Route der Tour