Am Westufer des Ammersees

Tagestour am 03.04.2018: ca. 300 Kilometer

So in etwa stelle ich mir Bayern vor 😉

Vorneweg: Seit heute bin ich mir sicher, dass der liebe Gott ein Freund der Bayern ist 🙂

Heute war es soweit, ich wollte Richtung Süden. Daheim sturmfrei, 15°, Sonne und leichter Wind…..Ziel: Großer See, Berge, keine Experimente –> AMMERSEE !!!! Heute aber mal das Westufer, denn ich hatte Zeit. Die Strecke zum Ammersee ist einfach wunderschön, aber 3 Stellen sind etwas unkomfortabel. Ganz vorne ist FFB – ich wollte heute einfach mal Schrobenhausen, Dachau und FFB umfahren.

Die Paarmühle in Reichertshofen

Um 9.00 Uhr ging´s dann endlich los – Wetter war der Hammer ! Und so fuhr ich nicht Richtung Schrobenhausen, sondern Richtung Reichertshofen. Ich muss sagen, trotz einer kleinen Umleitung wird das in Zukunft meine neue Route. Keine Autos, quer durch´s Grüne 😉

Blick über das Donaumoos

Der Grabstein für die Opfer von Hinterkaifeck

Auf dem Weg kommt man durch Waidhofen, hier steht am Friedhof ein schwarzer Gedenkstein (Grabstein) für die Opfer von Hinterkaifeck. Das Verbrechen, bei dem 6 Menschen zum Teil bestialisch ermordert wurden, ist seit der Tat 1922 ungeklärt.

Blick Richtung Süden

Wie man auf den Bildern sehen kann, hatte ich auf dem Weg Richtung Süden das Phänomen, dass der Himmel im Süden leicht bewölkt war und Richtung Norden sonnig. Bei der Heimfahrt war´s genau anders herum. Nachdem ich also Schrobenhausen umrundet hatte, fuhr ich meine Lieblingsstrecke Richtung Dachau, aber heute eben nicht durch Dachau. Auch diese Umfahrung war genau richtig.

Zum Glück unnötig bei so einem schönen Tag !

München am Horizont

Die letzten Tag war Föhn. Bayern wissen, was das bedeutet. Schönes Wetter in München und Umgebung, man sieht ca. 60 Kilometer nördlich von München schon die Berge und hat das Gefühl, dass die Alpen 10 Kilometer hinter München beginnen. Ich musste mich echt mit Gewalt auf die Straße konzentrieren. Als nächstes machte ich mich daran, Fürstenfeldbruck zu vermeiden 😉 Das Problem ist nicht die Stadt an sich, sondern hinter FFB muss man für ca. 15 Kilometer auf die B471. Es ist schon schön zu fahren, aber die Straße ist ziemlich viel befahren. Auch dieses Problem habe ich heute gelöst. Ich habe eine Strecke gefunden, die ich für das West- und das Ostufer verwenden kann. Sind zwar ein paar Kilometer mehr, aber die sind gut investiert in gute Laune und Spaß am Fahren.

Schloss Kaltenberg – hier finden die berühmten Ritterspiele statt

Das Eingangstor in Kaltenberg

Bisher war ich stets am Nordufer oder am Ostufer des Sees. Für heute wollte ich mal am Westufer “anlegen” 😉 Und so kam ich an Schloss Kaltenberg vorbei. Einmal jährlich herrscht hier der Ausnahmezustand, wenn die jährlichen Ritterspiele hier statt finden. Heute war´s ziemlich unspektakulär, wollte eigentlich standesgemäß im Bräustüberl essen, aber das ist leider für den a la carte Betrieb geschlossen. Aber nicht mal das hat mir heute den Spaß genommen, zu schön war das Rollern heute…..

Die mächtige Erzabtei Sankt Ottilien

Markant und von weitem schon zu sehen ist die Abtei Sankt Ottilien, ein guter Anhaltspunkt zum Navigieren Richtung Utting. Statt vielbefahrener Bundesstraße erwarteten mich kleine, kurvige Straßen, die sich durch die Landschaft schlängeln…

Der Weg ist das Ziel….

Mit einem Magen, der in der Kniegegend hängt, erreichte ich dann Utting am Ammersee, aber ich fand nichts, was mich jetzt vom Hocker gehauen hat. Es war bewölkt und auf Kiosk hatte ich auch keine Lust und so fuhr ich wieder Richtung Norden in die kleine Gemeinde Schondorf.

Utting am Ammersee

Und was soll ich sagen: BÄÄÄÄÄÄMMMMMM !!!!! 🙂 🙂 🙂 Es war alles genau so, wie es sein muss. Sonnenschein, Berge und der Ammersee. Ein unglaubliches Glücksgefühl machte sich bei mir breit. Ich fand dann auch eine Seeterasse, wo ich (fast) in den See fassen konnte. Es gab zwar keinen Schweinebraten, aber die Penne waren genau so genial. Das war wieder so ein Moment, in dem alles genau gepasst hat.

Historische Bootshäuser

Als der liebe Gott Bayern erschaffen hat, hatte er ziemlich gute Laune 😉

Restaurant SeePost – Terasse, gibt wahrlich schlimmere Orte….

Nicht nur ich hatte Spaß…

Total tiefenentspannt und satt, mit einem Wort einfach nur glücklich – so kann man meinen Zustand beschreiben 😉 Nach einer guten Stunde machte ich mich dann auch wieder auf den Weg nach Hause. Ich fuhr den gleichen Weg wieder zurück, aber ohne Kaltenberg und Sankt Ottilien. Eigentlich wollte ich ja heute mal bei der Vision mal den Verbrauch kontrollieren und auch mal schauen, wie sich der Roller bei längeren Fahrten verhält. Pustekuchen, habe ich vor lauter Sonnenschein und guter Laune total vergessen 😉

Ein letzter unfassbar schöner Blick auf München und die Berge

Die schöne Paar

Lauter Birken, hab ich so auch noch nie gesehen

Die Heimfahrt war ein einziges ruhiges vor mich hin fahren. Kaum Autos unterwegs, tolle Landschaften, tolle Straßen. Daumen hoch für diese Ausfahrt. Trotz fast 300 Kilometer stieg ich total entspannt  von meinem Roller. Ich hatte etwas bedenken wegen der Strecke, aber die neuen Teiletappen um SOB, DAH und FFB haben Freude und Lust auf mehr gemacht. Was heißt Lust auf mehr ? Mehr wäre dem Perfekten ziemlich nahe 😉

Fazit: Wie oben schon mal erwähnt……BÄÄÄÄÄÄMMMM !!!!!

Wenig München – Aber viel Spaß (Der war richtig schlecht) 🙂

Route Hinfahrt

Route Rückfahrt