Auf Ludwigs Spuren – Berg am Starnberger See

Tagestour am 15.03.2015: ca. 250 Kilometer

 

Scoopy am Starnberger See

Die Tour zum Starnberger See schwirrt mir schon lange im Kopf rum. Ich war 2014 schon mal auf dem Weg, musste aber aus Zeitmangel vorher wieder umkehren. Heute aber war es soweit. Ich hatte die Wahl zwischen dem Fußballspiel FC Ingolstadt – Karlsruher SC oder dem Eishockey-Spiel ERC Ingolstadt – Iserlohn Roosters. Ich entschied mich für….eine Roller-Tour. Nach einem tollen Frühstück mit meiner Frau hab ich mich bei sportlichen 4° um halb 10 auf den Scoopy gehockt.

Über Schrobenhausen, Markt Indersdorf (am Kloster vorbei – das leider im 3. Reich zweckentfremdet wurde.) erreichte ich gegen halb 12 Dachau. Schön langsam kam auch immer mehr die Sonne raus. Das Thermometer stieg auf 10° zur Mittagszeit.

Nach Dachau hab ich mich für die Strecke über Eschenried, Germering und Gauting Richtung Starnberg entschieden. Vor allem die letzte Etappe von Gauting nach Starnberg ist ein Traum für Rollerfahrer. Sie führt direkt an der Würm entlang. Wenig Verkehr, gute Luft und landschaftlich top ! Gegen 13 Uhr war ich dann in Starnberg. Ich fuhr noch ca. 5 Km am See entlang, bis ich dann in Berg war. Eine Sache ist mir am Starnberger See bewußt geworden: Bei einem Blick auf die Villen und Autos am See….Das ist eine andere Welt.

Soldatenmahnmal in Schrobenhausen

Augen auf im Straßenverkehr

Die Kirche in Pobenhausen

Kloster Indersdorf

Am Ziel angekommen

Aber jetzt die Frage: Was tun ? Für Hinlegen am See war’s noch nicht warm genug. Da ich mich schon immer sehr für Geschichte interessiert habe, wollte ich mir das Ludwigskreuz im See anschauen. Es markiert die Stelle, an der König Ludwig der II. am 13. Juni 1886 unter mysteriösen Umständen den Tod gefunden hat. An dieser Stelle wurde auch die sogenannte „Votivkapelle“ errichtet. Die Geschichte wird hier in kurzen Worten gut erklärt.

Zur Gedenkstätte kommt man „nur“ zu Fuß, aber nach 3 Stunden Fahrt war ich über den kurzen Fußmarsch nicht böse – vor allem bei schönstem Wetter.

An dieser Stelle starb Ludwig II von Bayern im Jahr 1886

Von der Votivkapelle aus gesehen – Ein Moment der Ruhe

Die Votivkapelle

Nach dieser „Historischen“ Exkursion machte sich langsam Hunger breit. Nach kurzem Relaxen am See machte ich mich auf die Suche nach einem schönen Lokal in Berg. Ein Blick auf die Speisekarten der See-Terassen vertrug sich ganz schlecht mit meinem Geldbeutel. Ein Schnitzel für ambitionierte 20 € – alles wird gut. Also weg vom See-Ufer, einmal über die Straße und schon bekam ich ein wirklich tolles Steirisches Schnitzel mit Top-Bratkartoffeln für 10 €. Gegessen beim Brückenwirt in Percha.

Am Starnberger See – Blick Richtung Norden

Und Richtung Süden…traumhaftes Märzwetter 🙂

Das war richtig gut ! Beim Brückenwirt in Percha

Komischerweise waren aber trotz schönsten Wetters – mittlerweile hatten wir in der Sonne 17° – relativ wenig Menschen unterwegs. Im Sommer ist hier vermutlich die Hölle los. Mir soll’s recht sein. Gestärkt machte ich mich gegen 15 Uhr wieder auf den Heimweg. Eine Beinaheauffahrt auf die Autobahn in Starnberg inklusive. Gerade noch gemerkt

Beim Heimweg wollte ich die gleiche Strecke über Dachau und Schrobenhausen nehmen, mit einer Änderung. Ich wollte über Planegg fahren. Ich war da beruflich schon mal und hatte die Landschaft um Planegg als sehr schön in Erinnerung. Im Endeffekt war’s schon schön, aber jetzt auch nicht so der Burner, wie ich gedacht hatte. Also bin ich in Planegg dann wieder Richtung Germering und Dachau abgebogen. Ich finde überhaupt, dass die Strecke von Dachau nach Ingolstadt über Markt Inderdorf und Schrobenhausen sehr schön ist. Kaum Verkehr, schöne Landschaft und ab und zu mal bergauf bergab. Es geht 70km durch Dörfer in denen die Lokale noch Oberer oder Unterer Wirt heißen und nicht Café Lounge mit Jean-Pierre . Im Ernst: Wirklich eine schöne Gegend mit ländlichem Charakter und wenig Autos auf den Straßen.

Ich war nicht das einzige „Rindvieh“, das die Abendsonne genossen hat.

Nach einem kurzen Besuch auf einen Kaffee in Zuchering bei einem Arbeitskollegen war ich dann auch schon gegen 18.30 Uhr daheim. Und SCHEEEE war’s !!!! Fazit: Der ERC Ingolstadt hat gewonnen und der FC Ingolstadt hat verloren. Ich für meinen Teil hab die richtige Wahl getroffen und hatte eine tollen Tag mit schönem Wetter.

Hier die Tour bei Google Maps