Scoopy on Tour

Bayrischer Wald + Tschechien

Tagestour am 07.09.2014: ca. 350 Kilometer

Ja ja aus Böhmen kommt die Musik

Diese Tour entstand ganz spontan. Wir waren grad aus dem Urlaub zurück, der Scoopy hatte seinen neuen Motor und ich wollte ihn endlich mal auf Herz und Nieren testen. Am Tag vorher habe ich dem Scoopy noch neue Bremsbeläge verpasst. Ein richtiges Ziel hatte ich nicht, hab mir aber sicherheitshalber mal Kulturbeutel und Wechselklamotten eingepackt. Man weiß ja nie…

Eigentlich wollte ich ja um 6 Uhr los – aber es hat über Nacht geregnet und so stand der Nebel in Ingolstadt und Umgebung. Doof.

Gegen 9 Uhr war’s dann so, dass man’s verantworten kann. Rauf auf den Bock und los.

Morgennebel um Ingolstadt

Und so fuhr ich los Richtung Münchsmünster, meiner alten Heimat. Da reifte ein Gedanke in mir: Warum nicht einfach mal wieder über eine Grenze fahren. Die nächste ist die tschechische – ca. 150 Km von Ingolstadt bis Waldmünchen. Über Neustadt, Abensberg, Kelheim, Hemau fuhr ich dann Richtung Burglengenfeld, ein absolut schönes Städtchen am Rande des oberen Bayerischen Waldes. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, alle Bilder sind mit dem Handy gemacht – daher nicht ganz so prickelnd.

Stadtbrunnen von Burglengenfeld

Weiter ging’s über Teublitz, Bruck und Rötz bis ich dann endlich gegen halb 2 die deutsch-tschechische Grenze bei Waldmünchen-Höll erreicht hatte.

In der Tschechischen Republik

Ich habe bewußt nicht gleich an der ersten Tanke nach der Grenze getankt, sondern erst nach ca. 15 Km, da kostete der Liter nur 1,25 Euro.

Wer bei Waldmünchen über die Grenze fährt, sollte sich die Zeit nehmen, sich ans Denkmal von Jindřich Šimon Baar zu setzen. Bin dort auch eine Viertelstunde gesessen. Sind nach der Grenze ungefähr 5 km. Eine einmalige Aussicht über Böhmen, genauer über das Chodenland.

Denkmal

Aussicht über Böhmen

Über eine kleine Schleife durch das tschechische Grenzland kam ich nach ca. 30 Minuten schon wieder an die Grenze bei Furth im Wald. Es war ganz kurz die Überlegung, noch was in Tschechien zu Essen oder evtl. am „Tschechenmarkt“ einzukaufen, aber a) war die Pizzeria, in die ich gehen wollte überfüllt (klar, es war Sonntag und schönes Wetter) und b) hatte ich keinen Platz mehr für evtl. Einkäufe (außerdem war der Markt auch proppenvoll).

So ging’s wieder nach Deutschland. Über Furth und Cham wollte ich Richtung Donaustauf und bei Regensburg evtl. die Walhalla besuchen. So war zumindest der Plan. Doch leider wurde die B85 bei Furth zu einer Auto-Schnellstraße, auf der ich nicht fahren durfte….also dachte ich mir, fährst du auf der deutschen Seite wieder bis Waldmünchen, ab da weisst du ja den Weg. Geographisch völliger Blödsinn, aber es wäre mir eine wunderschöne Strecke entgangen. Es ging auf ca. 900 m über den Gaisriegel (CHA40) über die „von Voithenbergstraße“ – ich hoffe, das stimmt so, denn unterwegs habe ich nicht wirklich was gelesen. Wieder in Waldmünchen angekommen, fuhr ich dann ein Stück auf der:

Die deutsche Glasstraße

Zurück bin ich dann bis Hemau wieder die gleiche Strecke gefahren, leider hat’s immer mal wieder geregnet auf der Heimfahrt, so dass ich nirgends einkehren wollte – es hatte im Bayerischen Wald von einer Stunde auf die andere ganz schön zugezogen. In Hemau hab ich mich dazu entschlossen, über Riedenburg heim zu fahren. Und so kam ich noch zu einem Regenbogen. Man muß genau hinschauen.

Regenbogen über Hemau

Der bayrische Wald

Über den Dächern von Riedenburg

Über Riedenburg, Hexenagger, Altmannstein (eine bewährte und sehr schöne Route durch’s Schambachtal) ging’s gegen 19 Uhr langsam wieder Richtung Schanz.

Die Walhalla hebe ich mir dann einfach noch für die nächste Tour auf 🙂

Lange Rede – Kurzer Sinn: SCHEE WAR’S

Fazit: Wunderschöne Strecke und der Scoopy hat durchgehalten. Der neue Motor ist zwar etwas lauter (liegt vermutlich am Originalauspuff) und in der Endgeschwindigkeit fehlen noch ca. 5 – 10 km/h zum alten Motor, aber das sind Feineinstellungen, die ich im Winter angehe. Das Wichtigste für mich: Der Scoopy fährt wieder zuverlässig ! Es war immerhin die zweitlängste Strecke, die ich mit dem Scoopy bis jetzt an einem Tag gefahren bin.

Der neue Motor hat gehalten

Hier die Tour auf Google Maps