Scoopy on Tour

Besigheim am Neckar

24.04. – 25.05.2014: 450 Kilometer in 2 Tagen

Blick auf Nördlingen

Die Idee zu dieser Tour schwirrt schon lange in meinem Kopf herum. Meine Mutter ist vor 20 Jahren nach Besigheim gezogen. Eine wunderschöne, malerisch zwischen Neckar und Enz gelegene, mittelalterliche Stadt in Baden-Württemberg auf halben Weg zwischen Stuttgart und Heilbronn. Da ich in dieser Woche auch Urlaub hatte, hab ich dann gleich Nägel mit Köpfen gemacht. Die Route über die Dörfer stand auch schon länger fest. So ging´s dann los am Donnerstag Morgen.

Erste Etappe der Reise war das wunderschöne Neuburg an der Donau, kann ich jedem mal empfehlen. Von Neuburg aus habe ich mich für die Strecke über Rennertshofen, Monheim, Wemding nach Nördlingen entschieden. Erschien mir landschaftlich am Schönsten in Verbindung mit dem geringsten Verkehr auf der Straße. Bei der Abfahrt gegen 13.00 Uhr schien die Sonne über Ingolstadt.

Das schöne Neuburg an der Donau

Es lief auch wunderschön, hab in Neuburg noch kurz einen Arbeitskollegen besucht. Doch plötzlich war etwas anders. Es dauerte bestimmt 5 Minuten, bis ich drauf gekommen bin. Es tröpfelte. Super. Bis Wemding wusste der Himmel nicht, was er wollte, doch dann riss der Himmel wieder auf. Nach Wemding ging´s dann langsam ins Donau-Ries, einem riesigen Metoritenkrater aus der Urzeit.

Blick aus schöne Donau-Ries kurz vor Wemding

Von Wemding nach Nördlingen war´s dann relativ unspektakulär. Nördlingen hat eine wunderschöne Altstadt mit vielen Gassen und Cafes. Markant ist vor allem die St.-Georgs-Kirche mit dem riesen Turm, genannt „Der Daniel“. Nach Nördlingen ging´s dann Richtung Ellwangen (Jagst) über Bopfingen.

Der “Daniel”

Zwischen Nördlingen und Bopfingen

Jetzt ging´s raus vom Donauries und rein in die Schwäbische Ostalb. Eine sehr schöne Gegend, vor allem um die Jahreszeit, alles blüht. Dort sieht´s aus wie im Allgäu. Fast alleine auf den Straßen fuhr ich Richtung Ellwangen. Dort wollte ich einen Kaffee trinken, aber bei diesem Wetter hatten ca. 10.000 andere Leute die gleiche Idee.

Ellwangen an der Jagst

Nachdem ich Ellwangen hinter mir gelassen hatte, ging´s über Gaildorf Richtung Murrhardt im Rems-Murr-Kreis. Also raus aus der Alb und rein in den Schwäbischen Wald. Es ist schon faszinierend, wie sich Landschaften innerhalb weniger Kilometer verändern. Es ging ziemlich zügig voran, es blies ein scharfer Westwind (also für mich Rückenwind). Aber die Gegend und die Ortschaften wie aus dem Bilderbuch.

Blick auf den Schwäbischen Wald Richtung Rems-Murr-Kreis

Über Murrhardt ging´s dann Richtung Backnang. Nach Backnang waren´s dann noch ca. 25 Km. Leider waren das richtige Horrorkilometer. Rush-Hour Richtung Autobahn. Das war nicht wirklich schön. Aber dann war ich an Großbottwar und Ottmarsheim vorbei und fuhr endlich die letzen 5 Km Richtung Besigheim. Nach einer Rundum-Verwöhn-Brotzeit und Quatschen mit meiner Mutter bin ich dann gegen 23 Uhr ins Bett gefallen. Hab für die Hinfahrt gute 6 Stunden gebraucht (ca. 230 Km) – ein guter Schnitt.

Besigheim am Neckar

Ist wirklich eine wunderschöne Gegend

Die schöne Altstadt

Von der Enz aus gesehen

Nach einem sehr ausgiebigen Frühstück wollte ich gegen 10 Uhr wieder losfahren. Ich wollte die gleiche Strecke wieder für die Heimfahrt fahren. Herrlichstes Wetter – 20 Grad. Für die ersten 20 Km hab ich mir eine andere Etappe zurecht gelegt – weg von dem Autobahnzubringer. Über Ingersheim wollte ich nach Großaspach fahren und dann wieder nach Murrhardt. In Ingersheim ist mir dann etwas passiert, wo ich nicht im Traum darauf vorbereitet war —> ICH WURDE MIT MEINEM SCOOPY GEBLITZT !!! Jetzt schauen wir mal, ob das was kommt. War ein Blitzerkasten. Über Marbach fuhr ich dann wieder auf die geplante Route. Es war herrlich. Wie gesagt, es war fast kein Verkehr. Über Felder, Wiesen und Dörfer fuhr ich wieder ins Donau-Ries.

Traumhafter Blick auf die Ostalb

Nördlingen am Horizont

600 Meter zu spät bemerkt

Kurz vor Nördlingen ging´s dann wieder ins „Gelobte Land“ 😉

Jetzt dauert´s nicht mehr lang

Bei schönsten Wetter (ja, ich hab mir einen Sonnenbrand geholt) fuhr ich schön langsam der Heimat entgegen. Nach Nördlingen hatte ich noch ca. 20 Km mit ekligem Gegenwind, aber auch das ging vorbei. Kurz darauf war ich dann auch schon in Neuburg und eine halbe Stunde später dann in Ingolstadt.

In Nördlingen

Das schöne Kreuztor in Ingolstadt

Dahoam is dahoam 😉

Abschließend muss ich sagen, dass es eine wunderbare Tour bei wunderschönem Wetter war und vor allem auch der familiäre Faktor hat alles abgerundet 😉 Für einen Tag ist die Strecke fast zu lang, darum war die Entscheidung mit der Übernachtung bei meiner Mutter absolut Prima !

Mein Scoopy hat auch auf dieser Tour keine Mucken gemacht – schön, wenn man sich auf sein Fahrzeug so verlassen kann.

Hier die Route bei Google Maps