Scoopy on Tour

Ins Schwäbische und zum Blautopf

März 2016: 550 Kilometer in 2 Tagen

Wunderschöner Ausblick auf das Rems-Murr-Tal

Ostern nach Baden-Württemberg, mit dem Roller….klingt komisch, ist aber so. Ich hatte noch ein paar Tage Resturlaub und wollte meine Mutter besuchen. Irgendwann ist dann in mir der Gedanke gereift, mit dem Scoopy nach Besigheim zu fahren. Ich war diese Strecke 2014 schon mal gefahren und wollte zumindest bei der Hinfahrt die gleiche Strecke wieder fahren. Ich fand’s auch total schön, dass meine Familie nichts dagegen hatte, dass ich Ostern für ein paar Tage alleine weggefahren bin 🙂

Ingolstadt – Besigheim

Am Ostermontag gegen 9 Uhr früh ging’s dann auch los. Es waren Sonnenschein und Temperaturen bis zu 18° angesagt. So stieg ich dann bei sportlichen 5° auf den Scoopy – aber die Sonne war da und hat ganz tapfer gegen den starken Nebel angekämpft. Bis Neuburg an der Donau war der Nebel noch stärker, aber dann wurde es richtig schön.

Morgens halb 10 in Bayern – tolles Licht, aber die Kälte ist auf dem Bild spürbar

Routentechnisch war’s ein Schmankerl – über Neuburg, Rennertshofen wollte ich über Nördlingen weiter nach Baden-Württemberg fahren. Hat ja auch fast problemlos geklappt. Die Sonne kam immer stärker durch und es wurde auch verhältnismäßig warm. Kurzum – es lief richtig gut bis Nördlingen.

Ich mag dieses Licht um diese Jahreszeit

Schön langsam löst sich der Nebel auf

Kurz vor Nördlingen

Es lief wie am Schnürchen. Bis aufeinmal…… der Tunnel am Ortseingang gesperrt war. Ortskundig wie ich bin 🙂 –> Kein Problem. Irgendwie war ich auf einmal in der Stadtmitte und nein…ich brauche keine Landkarte….ich bin dann einmal komplett um Nördlingen rumgefahren, wirklich einmal schön im Kreis. 😉

Man beachte das Baustellenschild

Der berühmte Kirchturm von Nördlingen

Irgendwann war ich dann wieder in der Spur

Nach Nördlingen wollte ich mich erstmal an die B29 halten, ist eine wunderschöne Strecke, leider nimmt der Verkehr ab Bopfingen immer mehr zu, so dass ich mich irgendwann dafür entschieden habe, die Bundesstraße zu verlassen und Richtung Ellwangen an der Jagst zu fahren. Leider wurde das Wetter immer schlechter, es begann zu regnen. Meinen Klamotten sei Dank, ich wurde nicht nass. Ich ließ mir davon aber nicht die Laune verderben und fuhr über die Dörfer Richtung Ostalb und Schwäbischen Wald.

Irgendwo in der Ostalb 😉

Das Teil ist 5m hoch – ein Reiterhof in der Nähe von Ellwangen

So müssen Rollerstraßen aussehen

Ich kam gut vorwärts und gegen 13 Uhr wurd’s auch wieder trocken – der Regen gab auf 😉 und schön langsam stieg auch meine Laune wieder. Kurz darauf kam ich dann an eine der schönsten Stelle der ganzen Route – dem Rems-Murr-Tal. Ich war vor 2 Jahren schon total geplättet vom Panoramablick – das kommt auf dem Foto gar nicht so zur Geltung.

Vor dem Rems-Murr-Tal

Kurz darauf bog ich dann auch schon auf die Zielgerade und fuhr gegen 15 Uhr in Besigheim ein.

An der…..

Die schöne Innenstadt von Besigheim

In dem kleinen Haus rechts wohnt meine Mutter

Besigheim

Besigheim ist eine wunderschöne Weinstadt mit einer ganz tollen historischen Altstadt. Meine Mutter hat sich einen wunderbaren Flecken Erde zum Wohnen ausgesucht.

Hier die Route von der Hinfahrt

Besigheim – Blautopf – Ingolstadt

Nach 2 erholsamen und schönen Tagen machte ich mich morgens nach dem Frühstück auf den Heimweg. Während des Packens kam mir die Idee, an den Blautopf bei Blaubeuren zu fahren. Keine Ahnung warum, aber da wollte ich schon lange mal hin. Die Route sollte kein Problem sein….dachte ich. Ich habe eine Abneigung gegen Bundesstraßen, die daher kommt, dass um Ingolstadt herum ziemlich viel Verkehr herrscht und das Fahren mit 50ccm auf Bundesstraßen bei uns einfach keinen Spaß macht und auch ziemlich gefährlich sein kann. Also wollte ich über die Dörfer fahren….

Bis Waiblingen klappte da ja auch noch recht gut, auch die Strecke nach Plochingen war sehr schön. Beide Städte haben übrigens wahnsinnig schöne Innenstädte.

Das Neckartal bei Ludwigsburg

Ein Stadttor von Waiblingen

Das schöne Strümpfelbach

Unfassbare Aussicht auf die Alb vor Plochingen

Über das schöne Kirchheim unter Teck wollte ich weiter über die Dörfer fahren, aber irgendwann ging mir das ständige auf die Karten schauen so auf die Nerven, dass ich auf die B465 Richtung Blaubeuren gefahren bin. ES WAR DER HAMMER !!! Ich bin mir nicht sicher, ob ich in Deutschland schon mal so eine schöne Straße gefahren bin. Kaum Verkehr, die Landschaft überragend 🙂

Die B465 von Kirchheim nach Blaubeuren

Auf einmal ging’s bergauf. Wie in den Bergen. Ich fuhr die sogenannte „Alb-Steige“ hoch. Leider konnte ich keine Bilder machen, wäre zu gefährlich gewesen. Ich hätte ewig weiterfahren können. Einfach nur ein Traum. Kurz vor Blaubeuren mündet die B465 in die B28 – auch hier nichts los. Schön….

So erreichte ich gegen halb eins den Blautopf. Bevor ich mich jetzt dumm und dusselig schreibe – hier ist die Internetseite vom Blautopf.

Der Blautopf mit Hammerschmiedemuseum

Der Blautopf macht seinem Namen alle Ehre

Das Besondere ist die Farbe des Sees.

Blick vom Biergarten aus

Obwohl der See total klein ist, hat sich der Besuch auf alle Fälle gelohnt. Nach einer kurzen Brotzeit schwang ich mich wieder auf den Roller, jetzt freute ich mich schon auf Daheim. Nach kurzer Überlegung hab ich mich dazu entschlossen, nicht über Ulm zu fahren. Ich hatte keine Lust auf Stress und LKWs. Also ein kleiner Umweg über Heidenheim und dann Richtung Donauwörth. Die Strecke bis Heidenheim war total unspektakulär. Wetter war toll und ich war total gespannt auf Heidenheim. Hier war ich noch nicht.

In der Nähe von Ulm

Wie im Almühltal – in der Nähe von Heidenheim

Leider war Heidenheim nicht so der Burner. Stadt ist ganz ok, aber der Verkehr war heftig. War kurz am Überlegen, ob ich zum Schloß hochfahren soll, aber ich wollte dann doch lieber raus aus der Stadt. Jetzt war ich wieder in bekannten Regionen. Ab Dischingen lief’s wieder Top ! Wunderschöne Strecke bis Neuburg an der Donau – Bilder hab ich nicht mehr viele gemacht, es lief so gut 😉 und ich bin die gleiche Strecke letztes Jahr schon mal gefahren. Über die „Straße der Staufer“ kam ich dann an der Burg Katzenstein vorbei. Sehr beeindruckend – hier hab ich kurz mal halt gemacht.

Der Frühling kommt

Burg Katzenstein bei Dischingen

Das wunderschöne Neuburg an der Donau

Hier die Route von der Heimfahrt

Fazit:

Vor allem die Heimfahrt war der Hammer. Landschaftlich einfach nur wunderschön und auch vom Verkehr her absolut Stressfrei. Bei der Hinfahrt muss man leichte Abzüge in der B-Note wegen Regen machen 😉

Im Ernst: War sehr, sehr schön. Vor allem der familiäre Wohlfühl-Faktor bei dieser Tour ist und war mal wieder unschlagbar. 🙂