Scoopy on Tour

Durch das schöne Altmühlfranken

Tagestour am 10.07.2016: ca. 220 Kilometer

Hoch über dem Brombachsee

Eigentlich wollte ich nur kurz mal raus. Es waren für den heutigen Sonntag bis zu 30° und Sonnenschein angesagt. Also um 8 Uhr raus in die Garage und rauf auf den Scoopy. Eine kleine Runde drehen, denn eigentlich wollte ich den Scoopy nicht mehr so „schinden“ 🙂 Ziel hatte ich keins – einfach Richtung Süden. Gegen halb 9 erreichte ich Geisenfeld – Tanken war angesagt. Also ran an den Tankautomaten und Karte raus…..äääähhhh……Moment……..Meine Hosentasche war leer !!!! Hatte ich Vollhonk meine Geldbörse daheim liegen lassen. Also die 20 Kilometer auf dem letzten Tropfen wieder nach Hause, Geldbörse holen, in Ingolstadt tanken und dann los….Richtung Norden. Ich wollte ein wenig durch´s Anlauter- und/oder Altmühltal fahren.

Morgens halb 10 in Bayern

Die Sonnencreme auf der Haut war dringend notwendig – erstens zwecks Sonnenschutz und zweitens zur Kühlung. Da ich kein fixes Ziel hatte fuhr ich einfach durch die Gegend und erreichte kurze Zeit später das schöne Kipfenberg. In Kipfenberg wollte ich mal zur Burg hochfahren – oben angekommen musste ich leider feststellen, dass die Burg privat bewohnt ist – man kann sie also nicht besichtigen. Auf das Römermuseum hatte ich keine Lust, und nachdem ich schon mal oben war (und die „Schloßstraße“ ist nicht ohne) fuhr ich noch zum geographischen Mittelpunkts Bayern, der in unmittelbarer Nähe zur Burg liegt.

Eingang zur Burg Kipfenberg

Der geographische Mittelpunkt Bayerns

Und die Inschrift dazu

Bei meiner Fahrt Richtung Altmühltal sah ich aus dem Augenwinkel einen Wegweiser „Schloss Arnsberg“ – Warum denn nicht ? Bisher hab ich die burgähnliche Schlossanlage, die hoch über dem Altmühltal thront, nur von unten gesehen. Burg Arnsberg bietet neben einer netten Gastronomie im Burghof auch einen überragenden Panoramablick über´s Altmühltal. Hier ein paar Impressionen:

Der alte Burgfried

Gelebte Geschichte

Blick Richtung Osten über´s Altmühltal

Und Richtung Westen

Das Wetter entwickelte sich langsam zum Kaiserwetter und ich hatte schön langsam Bock auf einen Kaffee – leider hatten um halb 11 noch nicht viele Cafés auf und so fuhr ich weiter Richtung Kinding und Greding. Wunderschöne Ortschaften mit ganz tollen Plätzen – aber die Sonne war unerbittlich und auf Kopfsteinpflaster hatte ich keine Lust. Und eh ich mich versah – fuhr ich Richtung Rothsee. Gegen 11 Uhr erreichte ich diesen auch und kurze Zeit später war ich auch schon versorgt mit Kaffee und Kuchen. 😉

Schon wieder hier 😉

Das hamm wir uns verdient, la la la 🙂

Kaiserwetter am Rothsee

Frisch gestärkt und auch frisch eingecremt wollte ich mich auf den Heimweg machen – aber….richtig…ich fuhr natürlich nicht heim. Also Richtung Brombachsee. Die alte Betsy schnurrte brav vor sich hin wie ein Kätzchen, das Wetter war ein Traum und die Strecke überragend. Am Main-Donau-Kanal machte ich nochmal kurz halt, direkt am Rothsee befindet sich eine Schleuse.

Die Schleuseneinfahrt am Main-Donau-Kanal

Direkt am Kanal

Wie man auf den Bildern erkennen kann – Das Wetter war ein Traum. Die Strecke auch. Der Brombachsee liegt nur etwas 25 Kilometer vom Rothsee entfernt. Über Heideck erreichte ich nach ca. 30 Minuten Pleinfeld am Brombachsee. Jetzt noch um den See rum und mein Ziel war erreicht. Nach der Region habe ich auch die Tour betitelt – „Altmühlfranken“ nennt man die Region um das fränkische Seenland – Hier gibt´s ein paar Infos hierzu

Stille Zeugen der Zeit

Kreisel in Heideck – der Strauß ist ca. 5m hoch

So saß ich um 13 Uhr im Gasthof „Zum Hochreiter“ und hab mir ein gepflegtes alkoholfreies Weißbier und eine Portion Schäuferl mit Knödel gegönnt. Was soll ich sagen ? Geil, geil und nochmal geil. Absoluter Tip von mir – wer in der Gegend ist, umbedingt hingehen.

Von der Tageskarte: Schäuferl mit Klos

Am Hafen von Enderndorf

Herrlicher Blick von Norden aus auf den Brombachsee

Frisch gestärkt und auch wieder frisch eingecremt 😉 machte ich mich auf den Heimweg. Ich war überrascht, wie oft ich den Limes durchquert habe – ich habe 5x gezählt. Ich war auch überrascht, wie deutlich der Verlauf auch heute noch, ca. 2000 Jahre nach dem Bau, zu erkennen ist. Kurz nach Weißenburg fuhr ich noch auf die Feste Wülzburg – ein Ausblick wie aus dem Urlaubsprospekt ! Unbedingt mal hinfahren !!!!

Die Feste Wülzburg

Unfassbarer Panoramablick Richtung Norden

Stadttor von Ellingen

Der Limesverlauf in der Nähe von Weißenburg

Man kann den Verlauf auch heute noch erkennen

Nach dieser kurzen, aber interessanten Exkursion in die römische Vergangenheit (ich fuhr auch ein ganzes Stück auf der deutschen Limesstraße) bog ich bald schon ab ins Anlautertal. In der Nähe von Titting fuhr ich dann hoch auf den Kreuzberg, wo ich ein paar schöne Panorama-Aufnahmen von Titting und dem umliegenden Jura machen konnte.

Das schöne Titting

Blick über´s Anlautertal

Was mir auf dem restlichen Heimweg aufgefallen ist – ich hab kein einziges Mal darüber nachgedacht, ob mein Scoopy schlapp machen könnte. Zuverlässig wie eine Dampfmaschine.

Nach einer wunderschönen, nicht geplanten Ausfahrt fuhr ich gegen 18 Uhr, natürlich gut eingecremt, wieder in Ingolstadt ein – ohne Sonnenbrand 🙂

Heute auch mal wieder ein Fundstück:

Große Worte gelassen ausgesprochen

Hier die Route bei Google Maps