Durchs Anlautertal an den Rothsee

Tagestour am 22.04.2019: ca. 200 Kilometer

Am Südufer vom Rothsee

Was tun, wenn man am Ostermontag frei hat und morgens um 9 schon die Sonne scheint ? Hmmmm…..schwierig, vor allem wenn die Ehefrau auf Verwandschaftsbesuch in Slowenien ist und die Tochter am Vortag aus dem Urlaub vom Gardasee heimgekommen ist und nur chillen möchte….was also tun ? Die letzte Ausfahrt liegt schon einen Monat her, also raus in die Sonne. Weit wollte ich nicht fahren, also hab ich mich für den Rothsee entschieden, aber mit kleinem Umweg durch das Anlautertal. Wenn ich von Anlautertal rede, meine ich die gut 10 Kilometer von Altdorf bei Titting bis Enkering….

Morgendlicher Blick auf die Schanz (Ingolstadt)

Das Schöne an so einem Feiertag ist, dass man morgens um 9 eigentlich alleine auf der Straße unterwegs ist. Das Quecksilber stand schon bei 15° und es ging eine leichte Brise. Also wie gemalt..

Der Löwenzahn färbt die Wiesen herrlich gelb

Schön langsam kommt auch die Zeit, wo die ersten Obstbäume blühen, der Löwenzahn und der Raps kommen langsam raus und färben die saftigen Wiesen mit einem kräftigen gelb. Alles erwacht in der Natur und so macht auch das Fahren mehr Spaß. Über das schöne Schambachtal fuhr ich bei Arnsberg in das Altmühltal ein. Über Gungolding mit seinen Jura-Ausläufern und einer tollen Abfahrt Richtung Altdorf erreichte ich dann das Anlautertal. Ich kann gar nicht genau erklären, was ich so schön finde an den paar Kilometern, ist eigentlich total unspektakulär – vielleicht ist es aber auch gerade das. Die Anlauter schlängelt sich in großen Kurven durch saftiges Grün, eingerahmt von sanften Hügeln.

Blick zurück auf Altdorf

Blick auf´s Anlautertal an der Schafhausener Kirche

An Enkering und Kinding vorbei führte mich mein Weg dann Richtung Greding. Vielen vielleicht ein Begriff von der gleichnamigen Raststätte an der A9, hat dieses kleine Städtchen einen sehr schönen, historischen und gut erhaltenen Stadtkern zu bieten, im Sommer kann man es sich hier sehr gut gehen lassen in diversen Cafés und Eisdielen.

Die kleine Straße von Kinding nach Greding

Blick auf Greding

Von Greding aus ist der Weg zum Rothsee nicht mehr weit. Über das wunderschöne Hilpoltsein erreichte ich dann gegen Mittag auch das Gasthof am Rothsee am Südufer. Überraschenderweise war sehr wenig los und ich ergatterte im Biergarten einen Platz in der ersten Reihe 😉

Gesund soll´s halt sein 😉

Wie man sieht – sieht man nichts. Kaum was los…

Nach der kurzen, aber kulinarisch seeehr hochwertigen Pause machte ich mich noch auf den Weg nach Birkach, eine kleine Ortschaft, die am Ostufer des Sees liegt. Ich hab in früheren Berichten ja schon mal darauf hingewiesen, dass der Rothsee von einer Straße in einen Nord- und einen größeren Südteil unterteilt wird. In Birkach ist auch ein kleiner Biergarten, aber der war so überlaufen, dass ich schon am Parkplatz wieder umgedreht bin. So wichtig war der Kaffee dann auch nicht 😉

Der Südliche Teil vom Rothsee (Von Norden aus gesehen)

Lieber noch etwas das Wahnsinnswetter und die Natur genießen….und so fuhr ich am See entlang wieder Richtung Süden, der Heimat entgegen….aber diesmal mit ein paar Schlenkern. Was soll ich groß sagen: Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut 😉

Die ersten Obstbäume blühen

Die Jakobskapelle in Kronmühle am Jakobsweg

Blick auf Hilpoltstein

Ein herrlicher Tag

Über Mindorf, Röckenhofen, Greding und Kinding fuhr ich natürlich wieder durch das Anlautertal Richtung Heimat. Ich war kurz am Überlegen, ob ich nicht doch über Kipfenberg fahren sollte, aber mittlerweile war ganz schön was los auf den Straßen und so entschied ich mich „schweren Herzens“ für den kleinen Umweg…. 😉

Der Weg ist das Ziel….

Einfach nur Klasse….

Hoch nach Röckenhofen

Das Gelb kommt auf dem Foto leider nicht raus….

Die Ruine Rumburg über Enkering

Ein letzter Blick auf Erlingshofen im Anlautertal

Nach diesem Bild verließ ich das Anlautertal wieder Richtung Heimat und fuhr bei leichtem Wind und Kaiserwetter Ingolstadt entgegen. Diese Tour heute war genau richtig zum Entspannen und „Runterkommen“ in unserer oft hektischen Zeit. Gute 5 Stunden die Seele Baumeln lassen…..Schee war´s, wie der Bayer sagt 😉

Hier die Route