Bayerns Mitte

Tagestour am 24.03.2018: ca. 150 Kilometer

Der geographische Mittelpunkt Bayerns

Wir haben Ende März 2018 und der Winter war zurück. Pünktlich zum “Frühlingsanfang” brach noch mal eine kalte und schneereiche Nacht über Ingolstadt und Umgebung herein. Ein paar Tage später war immer noch alles weiß wie im Winter und doch hatte es heute 10°. Mich nervt die Kälte nur noch und als sich dann heute am Himmel die Sonne blicken ließ, ging ich vormittags in die Garage, hab mich warm eingepackt und bin einfach drauf losgefahren. Ich wollte einfach nur raus 😉

Blick vom Reisberg auf Ingolstadt

Dass es keine weite Ausfahrt wird, stand auch fest, da ich um 17.00 Uhr Dienstbeginn hatte. Ein kleiner Schlenker ins Altmühltal sollte aber drin sein. Ich wollte eh mal schauen, ob die Vision bergtauglich ist und vor Kurzem bin ich mit dem Auto durch das Schambachtal bei Kipfenberg gefahren, das wollte ich mir mal in Ruhe anschauen 😉 So tuckerte ich also über Gaimersheim und den Reisberg Richtung Schambach, ein kleiner Ferienort bei Kipfenberg. Ich mag es, wenn neben kleinen und unbefahrenen Straßen ein kleiner Flußlauf den Weg vorgibt.

Das ist was für Bergesel

Im Wald war der Schnee noch widerstandsfähig

Der Streckenabschnitt war ein Traum, im Sommer ist hier vermutlich die Hölle los. Es sind diese kleinen Momente, die mir beim Rollerfahren so viel Freude bereiten. Wunderschöne Landschaften, als ob die Zeit stehen geblieben ist. Die Schambach, die dem Tal und der Ortschaft seinen Namen gibt, läuft idyllisch vor sich hin.

Die wunderschöne Wallfahrtskirche Heilig Kreuz in Schambach

Die schöne Schambach

Hier ist die Welt noch in Ordnung

Nicht vom Schnee täuschen lassen, es hat 10°

Nachdem ich das Schambachtal verlassen hatte, rollerte ich einfach so weiter für mich dahin, über Pollenfeld und Kinding fuhr ich wieder ins Altmühltal. Kipfenberg sollte mein nächstes Ziel sein. Der lokale Radiosender Ingolstadts macht Werbung mit dem Slogan “Aus dem Herzen Bayerns” – was lag da näher, als in die Mitte Bayerns zu fahren. Bei Kipfenberg liegt der geographische Mittelpunkt Bayerns, markiert durch einen riesigen Jura-Findling. Hierbei sei noch die Schloßstraße herauszuheben, die zum Ziel führt. Man hat für ein paar Kilometer wirklich alpine Gefühle 😉

Schloß Kipfenberg

Die geographische Mitte Bayerns

Die Schloßstraße in Kipfenberg, immer wieder eine Freude !

Nach dieser historischen Exkursion war kurz die Überlegung, wieder heim zu fahren, aber es lief sooo gut und es war soooo wenig los auf der Straße, dass ich wieder Richtung Arnsberg weiterfuhr. Unterwegs, in Böhming, habe ich irgendwas von einem Römerkastell gelesen, hab es aber nicht gefunden… 😉

Blick auf´s Altmühltal, irgendwo hier soll ein Kastell sein

Blick auf Burg Arnsberg

Burg (manchmal liest man auch Schloß) Arnsberg thront seit Jahrhunderten über der Altmühl. Im Sommer ist hier oben die Hölle los, es gibt einen kleinen, aber feinen Biergarten und ein kleines, aber feines Hotel auf dem Berg. Die Zufahrtsstraße alleine ist schon ein Garant für Abenteuer 😉 Sie ist so schmal, dass ich mir gar nicht ausmalen möchte, wie es ist, wenn sich 2 PKW entgegen kommen. Heute war nur der dicke Mann mit seinem schwarzen Fahrzeug unterwegs….

Burg (Schloß) Arnsberg

Wunderschöner Blick über das Altmühltal

Die Aussicht hier oben ist einfach nur gigantisch. Leider liegt die ganze Sache recht ungeschützt auf dem Berg und so fuhr ich ziemlich zügig wieder runter, denn der Wind machte die Geschichte ziemlich unangenehm…aber der Blick war es wert 🙂

Blick Richtung Birktal

Schön langsam machte ich mich dann auch schon wieder auf den Heimweg mit einem kleinen Schlenker über Bettbrunn mit seiner wunderschönen Wallfahrtskirche St. Salvator. Unterwegs fand ich ein “Marterl”, das ich so in dieser Farbe noch nie gesehen habe.

Ein schneeweißes Marterl, hab ich so noch nie gesehen

Was für den großen Hunger, gesehen im Waldhaus Kösching

St. Salvator in Bettbrunn

Mit der Simson durch die Wand – find ich Klasse ! Gesehen in Schelldorf

Blick auf das schöne Kösching

Gegen halb 3 fuhr ich dann auch schon wieder in Ingolstadt in den Hof, vollgepackt mit schönen Eindrücken und voller Vorfreude auf die Zeit, wenn das Thermometer wieder dauerhaft über 15° anzeigt und dieses weiße Zeug endlich wieder weg ist 😉 Die Vision läuft sehr gut und auch die Steigungen mit 18 % wurden gemeistert 😉

Hier die Route bei Google Maps