Scoopy on Tour

Mit der Fähre zur Befreiungshalle

Tagestour am 13.09.2015: ca. 150 Kilometer

Die Befreiungshalle am Michaeli-Berg

Gestern war die Hochzeit meiner Cousine in meinem Heimatdorf. War sehr schön, aber das Weißbier schmeckt anscheinend in der Heimat besser als anderswo 😉 – dementsprechend hab ich mich heute morgen gefühlt, als ich gegen 11 Uhr aus dem Bett gekrochen bin. Meine Frau und meine Tochter sind stolze Dauerkartenbesitzer beim ERC Ingolstadt und da heute Heimspiel anstand, waren die Mädels ab 15 Uhr außer Haus. Gegen Mittag kam die Sonne raus und da kam mir der Gedanke, eine kleine Runde zu drehen. Es wurde eine richtig schicke kleine Ausfahrt.

Zuerst wollte ich zurück an den Ort des Geschehens vom gestrigen Tag, meinem Heimatdorf Münchsmünster. Ich bin 1997 von dort weggezogen, habe aber noch Verwandschaft am Ort. Sind zwar von Ingolstadt nur ca. 20 Km, aber ich war schon ewig nicht mehr da.

Der Marktplatz von Großmehring

Hier bin ich aufgewachsen – Der Goaßzipfe

Hier wurden meine Tochter und ich getauft

Die Sankt-Martin-Kirche im Münchsmünsterer Gemeindeteil Niederwöhr (erbaut. ca 13. Jahrhundert)

Bei Münchsmünster am Gehrich-Weiher – hier war ich als Kind oft beim Schwimmen

An der Donaustaustufe bei Menning

Nach diesem kleinen aber schönen Ausflug nach Hause bin ich dann weiter Richtung Weltenburg gefahren. Über die wunderschöne Strecke Heiligenstadt und Bad Gögging. In Heiligenstadt bin ich fast vom Roller gefallen, als ich folgendes Plakat gesehen habe:

Da hat sich aber einer einen schönen Namen für seinen Sohn ausgesucht 😉

Kurz darauf war ich dann auch schon in Weltenburg. War auch ganz schön viel los am Kloster bei dem schönen Wetter. Ich wollte schon lange mal mit dem Roller mit einer Fähre über die Donau. Die Fähre von Weltenburg nach Stausacker ist eine Historische Seilfähre und wird nur mit der Kraft der Donauströmung betrieben. Nach 10 Minuten war aber auch schon alles wieder vorbei und ich war in Stausacker. Natürlich fuhr ich dann noch die 5 Km hoch zur Befreiungshalle.

Die Fähre in Weltenburg

Blick in Riedenburg

Die Altmühl bei Essing

An der Fähre bei Weltenburg

An der schönen Befreiungshalle

Das Kloster Weltenburg

Bei Hienheim – wunderschöne Strecke

Über den Badesee Sankt Agatha bei Riedenburg-Haidhof rollerte ich dann schön langsam Richtung Dietfurt. Ist eine wunderschöne Strecke. Leider sind da immer wieder ein paar wahnsinnige Motorradfahrer unterwegs – potentielle Nierenspender halt. Gegen 16 Uhr war ich dann im wunderschönen Dietfurt an der Altmühl. Diese kleine Städtchen ist einfach immer einen Ausflug wert. Sehr schöner historischer Ortskern und kleine Cafés links und recht. Schön langsam bekam ich Hunger und schön langsam verzog sich auch die Sonne hinter den Wolken. So machte ich mich langsam auf den Heimweg. Über das schöne Töging fuhr ich zum Tanken nach Denkendorf. Da hab ich an einem Kreisel was Interessantes gesehen. Denkendorf liegt auch direkt am Limes, dem alten Römer-Grenzwall.

Rathaus in Dietfurt

Brunnen in Töging

Das ehemalige Schloss in Töging

Wunderschöner Brunnen in Dietfurt

Am Limes in Denkendorf

Limessäule in Denkendorf

Blick auf Ingolstadt

„Bayerischer Bub und Russisches Mädchen“ – Freundschaftsdenkmal in Denkendorf

Limessäule in Hepberg

Der Himmel weiß nicht was er will

Ab Kösching kam mir der Gedanke, einen kleinen Umweg zu fahren über Katharinenberg. Auf dem „Großen Weinberg“ befindet sich eine riesige Militäranlage, erbaut im 19. Jahrhundert, das sogenannte „Fort Prinz Karl“. Ich war da noch nie und das Fort ist auch in der näheren Umgebung nicht so bekannt. Im ersten Weltkrieg war Charles De Gaulle hier als Kriegsgefangener untergebracht und im 2. Weltkrieg wurde das Fort als Munitionslager benutzt. Alles anderen Festungen um Ingolstadt wurden nach dem 2. Weltkrieg gesprengt oder geschleift, aber hier wurde vermutlich aufgrund der Nähe zur Ortschaft darauf verzichtet. Das Faszinierende daran ist, dass man die riesige Anlage (300 x 180 Meter) von der Straße aus nicht sieht. Sie ist auch nicht beschildert. Ich musste auch etwas suchen, bevor ich die Einfahrt gefunden habe, da man nicht über die Ortschaft hinkommt, sondern über einen Feld und Waldweg. Die Anlage ist normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, nur 1x im Jahr findet eine Sonderführung statt.

Hier gibt’s noch ein paar Infos dazu

Und so ging gegen halb 6 dieser kleine, aber feine Trip mit familiären Hintergrund zu Ende und ich erreichte trockenen Fußes Ingolstadt. Das Highlight war natürlich die Fähre über die Donau 😉

Hier die Route: