Muttertag in der Oberpfalz

Tagestour am 13.05.2018: ca. 200 Kilometer

Das schöne Lupburg bei Parsberg

Heute ist Muttertag, es wurde eine Unwetterwarnung für Bayern ausgesprochen und ich hab frei…..richtig, ich fahre Roller. Meine Frau und meine Tochter wollte eh zur Schwiegermutter fahren und so hab ich mich nach dem Frühstück auf den Bock gesetzt. Ungefähres Ziel war die südliche Oberpfalz, genauer Parsberg. Meine Großeltern kamen aus der Gegend, bevor sie nach dem Krieg umgesiedelt wurden, da die US-Armee in der Nähe, genauer bei Hohenfels, einen Truppenübungsplatz angelegt haben, in dem die Ortschaft meiner Großeltern lag. Es gibt auch noch Verwandschaft unbekannterweise, aber das soll nicht das Thema sein. Die Gegend um Parsberg ist sehr grün, etliche Burgen und laut Wetterbericht sollte es in der Gegend ruhig bleiben.

Das “Groß-Donau-Tor” in Vohburg

Bei schönstem Wetter ging die Fahrt los. Ich wollte nicht die Strecke fahren, die ich aus dem Auto her kannte, also nicht über Dietfurt an der Altmühl, sondern über Riedenburg oder Kelheim und dann an der schwarzen Laber entlang. Gleich vorneweg, es wurde ein sehr schöner Ausflug. Ich fuhr erstmal der Donau  entlang bis Hienheim. Eine wunderschöne Strecke durch ländliches Gefilde. Wie ich schon mal festgestellt habe – Sonntag mittags ist nichts los auf den Straßen.

Donau Altwasser bei Irnsing

Kurz nach Hienheim befindet sich auf der rechten Seite ein kleines “Marterl” mit einer schwarzen, eisernen Hand:

Zwischen Hienheim und Haderfleck

“Die eiserne Hand”

Hier wird´s erklärt

Ungefähr 500m weiter steht die Hadrians-Säule – Hier verlief früher der Limes, im Volksmund auch Teufelsmauer genannt. Es ist immer wieder faszinierend, welche interessanten Dinge abseits der Straßen zu finden sind, man muss nur die Augen offen halten.

Die Hadrians-Säule

Kurze Zeit später verließ ich das Donautal und fuhr über die Altmühl Richtung Essing. Auch wenn die Altmühl in diesem Bereich begradigt wurde für den Main-Donau-Kanal, es ist immer wieder eine Freude bei Sonnenschein hier zu fahren.

Das Altmühltal bei Essing, rechts oben die Burgruine Randeck

Es war ein wunderschöner Tag, von dunklen Wolken (noch) weit und breit nichts zu sehen. Durch den kühlen Wald fuhr ich dann weiter Richtung Hemau und Painten, bis ich dann bei Beratzhausen die “Schwarze Laber” erreicht habe. Man fährt durch ein wunderschönes Tal, leider versteckt sich der Fluß hinter Bäumen und grünen saftigen Wiesen.

Im “Laber-Tal”

Kurze Zeit später fuhr ich dann auch schon in Parsberg ein. Es schien immer noch die Sonne, aber von Norden her tauchten am Horizont schön langsam dunkle Wolken auf. Aber noch nicht bedrohlich. Mein Plan, auf der Burg was zu essen wurde durch ein Mittelalter-Festival zunichte gemacht. Wäre kein Problem gewesen, aber ich wollte nicht auch noch Eintritt bezahlen. Außerdem hätte ich meinen Roller relativ weit weg parken müssen. Kein Problem, 10 Kilometer weiter befindet sich das kleine Städtchen Velburg mit einer beeindruckenden Ruine, die über dem mittelalterlichen Kern thront.

Am Burgberg in Velburg

Mein Plan war in Velburg auf den Burgberg zu gehen und dann in der Ortschaft irgendwo in einem Biergarten was zu essen. Am Burgberg angekommen musste ich mir ehrlicherweise eingestehen, dass ich a) die falschen Schuhe anhatte und b) es sehr, sehr warm war und meine Lust auf Wandern sich etwas in Grenzen hielt. So fuhr ich in die Ortsmitte auf der Suche nach einer Wirtschaft – aber da war Nichts !!!! Auf drin sitzen hatte ich keine Lust und zum draußen sitzen fand ich nichts…..schade !

Das schöne Velburger Rathaus

Velburg City – ohne Biergarten

Der Tiefsturm – Überbleibsel der Stadtmauer

Der Burgberg mit der Ruine oben drauf (kaum zu sehen)

Richtung Osten wurde es schön langsam wirklich dunkel und so machte ich mich schön langsam auf den Heimweg, es zog auch schön langsam richtig Wind auf. So fuhr ich über Parsberg wieder zurück Richtung Altmühltal, aber mit einem kleinen Schlenker über Lupburg. Ich wollte endlich eine Burg aus der Nähe sehen, aber ich traute dem Wetter nicht und so fuhr ich nicht hoch zur Burg, sondern weiter Richtung Heimat.

Parsberg mit seiner Burg

Man beachte den Himmel über Lupburg

Sehr beeindruckend….also der Baum 😉

Aber es gibt noch Gerechtigkeit…..Ich fuhr aus dem Wald raus und war wieder im Altmühltal und auf einmal wieder strahlender Sonnenschein. Tja – Wenn Engel reisen….Ernsthaft, ich fuhr konsequent vor oder neben dem schlechten Wetter, einfach Glück 🙂

Ich war noch nie auf der Burg Randeck bei Essing. Keine Ahnung warum. Burg Prunn in Sichtweite habe ich schon mehrmals besucht. Egal, es hat sich auf alle Fälle gelohnt, den Berg hoch zu kriechen 😉 Eine unvergleichliche Aussicht war der Lohn. Randeck ist nur noch als Ruine erhalten, aber auf alle Fälle einen Besuch wert, allein schon wegen der Ritterschänke direkt daneben 🙂

Ritter-Skulptur aus Holz auf Burg Randeck

Ausgang aus dem Burghof

Blick Richtung Westen ins Altmühltal – im Osten war schlechtes Wetter 😉

Unfassbar schöner Ausblick – der liebe Gott hatte gute Laune, als er Bayern erschaffen hat 😉

Trotz dunkler Wolken im Rücken blieb ich hier eine Zeitlang und ließ die Landschaft auf mich wirken. Es gibt wahrlich schlechtere Momente im Leben als diese halbe Stunde auf der Burg Randeck 😉

Zeit der “Pusteblumen” 😉

Trotzdem freute ich mich jetzt schon auf daheim, denn der Wind hat nochmal etwas zugenommen, aber war kein Problem, er kam aus östlicher Richtung und hat mich angeschoben und so nahm ein sehr schöner Nachmittag ein schönes Ende. Ich bin durch drei Regierungsbezirke gefahren (Oberbayern, Niederbayern und die Oberpfalz), hab wunderschöne Landschaften durchfahren und habe letztendlich doch noch eine Burg aus der Nähe gesehen 😉

Schön war’s 🙂

Hier die Route bei Google Maps