Niederkaltenkirchen (alias Frontenhausen)

Tagestour am 05.09.2018: ca. 230 Kilometer

Der Franz Eberhofer Kreisel

Dampfnudelblues, Winterkartoffelknödel, Schweinskopf Al Dente, Griesnockerlaffäre und Sauerkrautkoma…..Bei wem es jetzt klingelt, der weiß, wo ich heute war 😉 Ich war heute in dem fiktiven Ort Niederkaltenkirchen, bekannt aus den “Eberhofer-Filmen” nach den Büchern von Rita Falk (wem das jetzt gar nichts sagt, am Ende des Berichts habe ich den Trailer des aktuellen Films “Sauerkrautkoma” verlinkt).

Meine Frau und ich sind riesige Fans der Filme und hattem vor ein paar Wochen das Vergnügen, vor der Filmvorführung ein Foto mit dem Schauspieler Sebastian Bezzel, der die Rolle des Franz Eberhofer verkörpert sowie der Autorin der mittlerweile 9 Eberhofer-Romanen, Rita Falk, machen zu dürfen.

Sebastian Bezzel (Franz Eberhofer), meine Frau, Ich und Rita Falk (Autorin)

Den Ort Niederkaltenkirchen gibt es natürlich nicht. Gedreht werden diese Film im Markt Frontenhausen im niederbayrischen Landkreis Dingolfing-Landau. Heimlicher Star der Filme ist ein Verkehrskreisel 1 Kilometer nördlich der Ortschaft – vor Kurzem wurde dieser Kreisel offiziell in “Franz-Eberhofer-Kreisel” umbenannt.

Heute war mein letzter Urlaubstag, Wetter war gut – also machte ich mich gegen 9 Uhr auf den Weg. Über dem Donau-Tal hing noch eine Nebelbank, die sich aber nach und nach auflöste.

Bayern im Nebel

Passend zum Wetter am Morgen die Benzinpreise. Ein Euro dreiundfünfzig ! Ich habe heute zum ersten Mal mit dem Roller für über 6 Euro getankt…..aber hilft ja nichts.

Kein Kommentar

Aber kurz darauf schien auch für mich die Sonne. Die Route war ziemlich unspektakulär, ich fuhr über Geisenfeld, Moosburg Richtung Frontenhausen. Landshut hab ich ganz bewusst umfahren, wollte heute nur “ländlich” unterwegs sein. War auch eine sehr schöne Fahrt, ich hatte ganz schön…..

…Schwein gehabt….

…mit dem Wetter und der Strecke. War nichts los und bis kurz vor Frontenhausen schien auch die Sonne. Unterwegs kamen auch viele Erinnerungen an früher hoch, in Bayern, genauer gesagt in der Hallertau ist gerade die Hopfenernte in vollem Gange (“Hopfazupfa”) und ich mag den Geruch von frisch gezupften Hopfendolden total gerne. In meiner Nachbarschaft früher waren auch 2 Hopfenbauern. Leider haben dementsprechend teilweise auch die Straßen ausgeschaut, aber trotzdem waren es schöne 3 Stunden, bis ich in Frontenhausen angekommen bin. Kurz vor Frontenhausen wurde es etwas bewölkter, aber kein Problem 😉

Natürlich war mein erster Weg zum Kreisel und natürlich ist das in Echt total unspektakulär. In echt wirkt der Kreisel etwas kleiner als im Film und im Gegensatz zu den Filmen bin ich auch unfallfrei durchgekommen. War heute eh Baustelle am Ring, vielleicht wird ja schon für den neuen Dreh abgesperrt, der im September los gehen soll 😉

Am Eberhofer-Kreisel

Der Kreisel wurde erst vor Kurzem benannt

Wenn das Bild größer wäre, würde man links Baufahrzeuge sehen und rechts das komplette weiße Schild (rechts am Bildrand), wo auf eine zukünftige Sperrung hingewiesen wird. Es war Mittag durch und ich hatte Hunger – natürlich wollte ich in die Metzerei “Simmerl” aus dem Film und eine Leberkäse-Semmel essen. Ich hatte Glück, denn die Metzgerei macht um 13 Uhr eine Stunde zu.

Beim Simmerl….

Genau so eine will ich….

Nicht weit von der Metzgerei befindet sich das Rathaus und der Marktplatz – 2 Orte aus dem Film, wo einiges passiert. Ist halt seltsam, wenn man im normalen Leben davor steht, wirkt auch alles kleiner als in den Filmen.

Das Rathaus von Frontenhausen – Im Film ist hier auch die Polizeidienststelle

Der Marktplatz von Frontenhausen – hier wird der Maibaum gefällt.

Nach einer halben Stunde hatte ich eigentlich alles gesehen – leider habe ich immer noch nicht herausgefunden, wo Susi wohnt 😉

Frisch gestärkt mit einer “Leberkas-Semme” (die war richtig gut !) machte ich mich dann auch schon wieder auf Richtung Heimat, die gleiche Route wie für die Hinfahrt – wieder quer durch die Hallertau.

Blick auf die halb abgeernteten Hopfengärten

Mit einem Grinsen im Gesicht fuhr ich dann gegen halb 5 daheim wieder auf den Hof, hat sehr viel Spaß gemacht. Dieser kurze Ausflug durch das schöne Niederbayern und die Hallertau hat mich heute auf eine Idee für eine neue Tour gebracht: Ich bin großer Anhänger der Kult-Serie: “Irgendwie und Sowieso” – vielleicht werde ich mir die Drehorte auch mal anschauen. 🙂

Hier die Route auf Google Maps

 

(Quelle: Youtube)

(Quelle: Youtube)