Starnberger See, Andechs und Sissi

Tagestour am 21.09.2019: ca. 280 Kilometer

Am schönen Starnberger See

Heute war ein wunderschöner Herbsttag. Es schien die Sonne, angenehme Temperaturen und ich war schon länger nicht mehr unterwegs gewesen. Heute wollte ich an einen See. Irgendwo einen Kaffee trinken bei schöner Aussicht oder in einem Biergarten mit Bergpanorama. Warum dann nicht Vergnügen mit etwas Sightseeing verbinden ? Schnell stand für mich fest: Starnberger See mit Schweinebraten im Kloster Andechs. Ein starker Plan, wie ich finde 😉

Über die altbekannte Route erreichte ich nach 2 Stunden Fahrt gegen 11 auch schon Dachau und nach weiteren 90 Minuten bei absolutem Kaiserwetter erreichte ich dann auch schon den Starnberger See. Vor allem die letzten 10 Kilometer vor Starnberg durch den Wald an der Würm entlang hat viel Schönes und Beruhigendes.

Fühlt sich immer noch komisch an…ist aber mitten in der Pampa

Einen alten Freund besuchen…

Der Starnberger See bei Berg

Kurz nach diesem Bild erreichte ich dann auch schon meine erste Sehenswürdigkeit…den Bismarck-Turm von Berg-Assenhausen. Ich hatte per Zufall davon gelesen und wollte mir das Ganze mal aus der Nähe ansehen. Ist auch sehr beeindruckend, wenn man ihn denn dann mal findet. Der Wegweiser ist schon extrem klein und unauffällig. Aber egal. Wer mal in der Nähe ist, gerne mal rausfahren. Vom Parkplatz (der übrigens kostenlos ist) aus ca. 5 Minuten zu Fuss – es lohnt sich und gibt viel zu entdecken. Trotz Samstag und schönstem Wetter waren inklusive mir nur 3 Leute am Turm.

Der Bismarck-Turm am Starnberger See – ca. 30m hoch

Der bronzene Reichsadler auf der Spitze

Mit schöner Aussicht Richtung See und Berge

Jetzt war ich noch kurz am Überlegen, ob ich zur König-Ludwig-Gedenkstätte gehe oder nicht (Votiv-Kapelle und Ludwig-Kreuz im See). Die befindet sich im nächsten Ort (Berg) und befindet sich an der Stelle, an der der Märchenkönig 1886 unter mysteriösen Umständen ertrunken ist. Ich hab mich dagegen entschieden und wollte stattdessen ans Westufer des Sees nach Possenhofen, wo sich das gleichnamige Schloss befindet. Hier verbrachte Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn ihre Kindheit. Bekannter ist sie vermutlich als Kaiserin Sissi.

Schloss Possenhofen ist leider nicht zugänglich, es wurde vor gut 40 Jahren von privater Seite vor dem Verfall gerettet. Am Besten den Wikipedia-Artikel dazu lesen. Dafür ist das Ufer vor dem Schloss für jedermann zugänglich und bei dem schönen Wetter heute natürlich auch traumhaft schön….

Schloss Possenhofen vom Ufer aus gesehen

Am See bei Possenhofen

Mit Roseninsel (rechts) und Bergpanorama

Nach einem Spaziergang in wunderschöner Umgebung verstand ich die Familie von Sissi schon ein wenig, warum sie Possenhofen als Residenz wählten 😉 Danach fuhr ich noch zum S-Bahnhof in Possenhofen, der schon etwas nobler gestaltet ist. König Maximilian II. von Bayern ließ mitte des 19. Jahrhunderts einen Bahnhalt in Possenhofen errichten und sein Sohn Ludwig II. errichtete den historischen Bahnhof. Heute beinhaltet das Gebäude außer dem S-Bahnhof auch noch das „Kaiserin Elisabeth Museum“, dass ich mir aber bei dem schönen Wetter gespart habe. Was ich aber bereut habe, dass ich doch nicht zur Roseninsel gefahren bin. Wird aber noch nachgeholt, ich werde mal einen König-Ludwig-Tag einlegen müssen 😉

Sissi-Denkmal vor dem Museum in Possenhofen

Nach soviel Historie und Kultur meldete sich schön langsam auch mein Magen, ich hatte Hunger. Nachdem ich jetzt schon auf der Westseite des Sees war, war Andechs nicht mehr weit. Im berühmten Kloster gleichen Namens wollte ich in den Biergarten und danach noch etwas das Kloster anschauen. Eigentlich. Die Realität sah so aus, dass ich im Biergarten gegessen habe, mit einem netten älteren Pärchen aus der Nähe von Frankfurt am Main ins Gespräch gekommen bin und beim Blick auf die Massen, die den Klosterberg rauf und runter wuselten gut gestärkt direkt und ohne Klosterbesuch die Heimreise angetreten bin. 🙂

Tipp: Wer lieber gemütlich und in Ruhe essen möchte: Der Klostergasthof mit wunderschönem Blick und Biergarten…ist zwar etwas teurer als oben im Klosterbräustüberl, aber man hat seine Ruhe, kann gut essen und ich fand´s richtig schön (war jetzt schon das 2. Mal da).

Das berühmte Kloster Andechs

Auch sehr besinnlich, wie ich finde…

Wunderschöner Blick im Biergarten über Andechs

Wie schon erwähnt – Frisch gestärkt und voller schöner Eindrücke machte ich mich auf den Heimweg. Von Andechs nach Gauting und dann gleiche Route wie bei der Hinfahrt. Nach Schrobenhausen machte ich noch einen kleinen Schlenker über´s Donaumoos zwischen Ingolstadt, Pöttmes und Neuburg. Ursprünglich war hier eine riesige Moor-Landschaft beheimatet. Im Zuge der Trockenlegung wurde die größte Fläche Neuland in Bayern seit dem Mittelalter gewonnen (lt. Wikipedia). Es ist immer wieder faszinierend, wie flach es dort ist. Kilometerlange, schnurgerade Straßen führen ohne irgendwelche Kurven durch Ortschaften, die meistens nur aus 1 Hauptstraße bestehen. Aber auch hier gibt es immer wieder interessante Sachen zu sehen wie zum Beispiel das „Haus im Moos“, ein Museum zum Thema Historie im Donaumoos oder das Wasserschloß Niederarnbach, das direkt südlich ans Moos angrenzt.

Eine typische Straße im Donaumoos – wie mit dem Lineal gezogen, keine Kurve

Flach wie ein Pfannkuchen

Renaissance-Wasserschloß Niederarnbach

Gegen halb 7 erreichte ich dann auch schon wieder Ingolstadt, ein wunderschöner Ausflug fand sein Ende. Bayern ist schön, hat mir das Pärchen im Biergarten von Andechs erzählt. Nach dem Tag heute muss ich sagen: Stimmt ! 😉

Hier die Route