Scoopy on Tour

Über den Blog

Die Seite „Scoopy on Tour“ und der zugehörige Blog entstanden eher zufällig. Vor ein paar Jahren reifte in mir der Gedanke, einmal etwas halbwegs Verrücktes zu machen, ich wollte mit meinem geerbten Roller über die Alpen nach Slowenien an die Adria. Nach Slowenien deshalb, weil meine Frau gebürtige Slowenin ist und ich mich über die Jahre in dieses kleine Land verliebt habe. Nach einigem Hin und Her kam es schließlich im Sommer 2013 zur „Adria-Tour“ an die Slowenische Adria-Küste. Nachdem ich aus meinem Bekanntenkreis immer öfter drauf angesprochen wurde, doch einen kleinen Bericht über meine Tour zu machen, besorgte ich mir etwas Webspace und das war der Startschuss zu www.scoopyontour.de. Eigentlich sollte die Seite hauptsächlich von meiner Adria-Tour handeln, aber nachdem mir das Touren mit meinem Roller immer mehr Spaß macht, wurde mittlerweile ein Blog daraus – auch als kleine Anregung für Unentschlossene und Interessierte.

Ich selber bin Baujahr 1974, komme ursprünglich aus Münchsmünster und wohne seit 2002 in Ingolstadt, bin verheiratet und seit April 2004 auch Vater einer 1A-Tochter. Seit 2004 arbeite ich am Stadttheater Ingolstadt als Beleuchter, eine Arbeit, die mir sehr viel Freude und Spaß macht. Aufgrund sehr unregelmäßiger Arbeitszeiten kamen viele Hobbys über die Jahre viel zu kurz oder ich musste manche Dinge auch aus Mangel an Zeit aufgeben. Ich war früher aktiver Fußballer und Tennisspieler – das Ende meiner Sportlerkarriere merkt man auch kaum an meinem fast nicht vorhandenen Bauchansatz *g*.

Zum Rollerfahren kam ich wie die Jungfrau zum Kinde – ich habe nicht mal einen Motorrad-Führerschein. Mein Opa ist seit ich denken kann mit seiner Kreidler-Florett unterwegs gewesen (Mein Cousin fährt das Teil heute noch), aber im Alter von ca. 80 Jahren bekam er seinen Fuß nicht mehr richtig über die Sitzbank und so besorgte ihm mein Vater einen Roller – eben den Honda Scoopy. Keine Ahnung, wo er den her bekommen hat. Mein Opa ist dann bis ins richtig hohe Alter (85) noch mit dem Scoopy durchs Dorf gefahren, bis seine Beine nicht mehr so mitgemacht haben. Im Dezember 2003 ist er dann leider im Alter von 88 Jahren verstorben. Wenn ich heute so durch die Gegend fahre, trage ich meistens den weißen Helm von meinem Opa. Nur wenn ich längere Touren mache, trage ich einen neuen Helm.

Im März 2004 bekam ich dann einen Anruf von meinem Vater, dass der Roller vom Opa noch rumsteht, ob ich den vielleicht haben will. Wie gesagt, ich bin noch nie auf einem motorisierten Zweirad gesessen, aber das konnte ich nicht ablehnen. Der Roller stand mittlerweile am Flughafen in Egweil zwischen Ingolstadt und Neuburg/Donau in einem Fliegerhangar (mein Vater ist in seiner Freizeit Hobbypilot). Von Egweil nach Ingolstadt-Mailing, das sind ungefähr 25 km – mir kam es vor wie 25.000 km. Meinem Empfinden nach bin auch gefühlt 250 km/h gefahren, obwohl der Tacho nur stur 40 angezeigt hat. Der Roller war auch in überraschend gutem Zustand.

Bis Ende 2012 war das höchste der Gefühle mal Fahrten nach Münchsmünster, Pförring oder Geisenfeld (zur Familie), aber seit 2013 geht’s doch auch schon mal weiter. Es ist einfach unglaublich spannend, die Welt abseits der viel befahrenen Straßen zu entdecken. Ich habe auch über die Jahre viele interessante und nette Leute kennengelernt (z.b. die Slooowrider). Ich kann’s nur jedem empfehlen. Ich möchte jetzt nichts von Freiheit oder Abenteuer faseln, aber wenn ich unterwegs bin, geht’s mir prima und ich kann total abschalten.

Ich find’s auch sehr schön, dass meine Frau soviel Verständnis für mein Hobby aufbringt – das macht die Sache natürlich noch viel schöner. Sie selbst kann ich leider nicht davon überzeugen, aber sie liest auch mit Interesse meine Berichte und freut sich für mich, dass mir das soviel Spaß macht.