Ein Weißbier in Erding

Tagestour am 10.06.2018: ca. 200 Kilometer

Bilder sagen mehr als Worte

Nach langer Zeit mal wieder ein freier Tag. Meine Tochter über Nacht bei einer Freundin und nach einem Blick aus dem Fenster stand fest, dass ich heute mal wieder raus muss. Nach einem kurzen Frühstück mit der besten Frau der Welt, nämlich meiner Frau, ging´s gegen halb 11 los. Ziel war Erding, gab keinen besonderen Grund. Erding ist eine alte Herzogsstadt im Norden von München und liegt in direkter Nähe zum Flughafen Franz-Josef-Strauß. Aus meiner Zeit, als ich in der Nähe gearbeitet habe, wusste ich, dass Erding einen wunderschönen Ortskern hat. Der Plan sah vor, dass ich mittags beim Erdinger Weißbräu einkehre 😉

Morgens in der Hallertau

Ich fuhr die wunderschöne Strecke über Geisenfeld Richtung Mainburg, es war einfach traumhaft. Es war zwar sehr warm, aber ein laues Lüftchen wehte durch die Hallertau. Gegen Mittag erreichte ich Moosburg an der Isar. Eigentlich eine schöne Stadt, aber heute war es einfach zu heiß, die Hitze staute sich in der Innenstadt auf dem Kopfsteinpflaster, so dass ich schnell weiter Richtung Erding fuhr.

St Johannes und St. Kastulus in Moosburg

Das schöne Moosburger Rathaus

Weiter ging´s durch´s Erdinger Moos – flach wie eine Flunder. Die Strecke bis Erding ist relativ unspektakulär und so erreichte ich gegen Eins auch schon Erding. Leider konnte ich nicht mit dem Roller in die Stadtmitte fahren, da ein Streetfood-Festival statt fand. Ich war auch ganz kurz am Überlegen, mir etwas von einem Food-Truck zu holen, aber den Gedanken verwarf ich ganz schnell wieder, mittags in der prallen Sonne 🙂

Die schöne Sempt

Erding Stadtmitte – links das Streetfood-Festival

Am Ziel – Erdinger Weißbräu

Die kurze Auszeit tat richtig gut. Ich hab mir einen schönen Platz in der Gaststube gesucht, einen Schweinebraten bestellt und natürlich ein Erdinger Weißbier getrunken, entgegen meiner Gewohnheiten, aber wenn ich schon mal da bin….. 😉

Genau das Richtige bei dem Wetter….

…und das sowieso. Ein Träumchen !!!

Frisch gestärkt und in dem Wissen, dass meine Wahl des Zieles heute genau richtig war, ging ich wieder zu meinem Roller. Hab schon lang nicht mehr auswärts so gut gegessen wie heute, steht auf der Liste für ein Essen mit meiner Frau.

Das einzig noch erhaltene Stadttor Erdings – der “Schöne oder Landshuter Turm”

Für die Heimfahrt habe ich mir die Strecke am Flughafen entlang über Freising ausgesucht. Landschaftlich sehr schön und wenig los auf den Straßen. Auf dem Weg nach Freising, einer alten und für die Katholiken sehr bedeutenden Stadt (Papst Benedikt XVI. ehemals Kardinal Joseph Ratzinger war früher Erzbischof von München und Freising) fuhr ich so über die Dörfer, bis ich an einem Wegweiser vorbei gekommen bin, den ich früher mit dem Scoopy schon mal gesehen habe:

Damals……

….und heute

Ich finde, dieser Wegweiser dokumentiert meine ganze Intension von “Scoopy on Tour”. Mit diesem Bild ist einfach alles gesagt….. 🙂

Im Gegensatz zu damals wollte ich mir heute mal die Ortschaft mal anschauen. Ich fuhr über den “Mittlere-Isar-Kanal”, aber es war dann doch ziemlich unspektakulär.

Das Dörfchen Reisen bei Erding

Der “Mittlere-Isar-Kanal”

Im Erdinger Moos – Der Weg ist das Ziel….

Die 12 Apostel in Attaching

Nach einer Fahrt von ca. einer halben Stunde erreichte ich dann Freising, aber es war mittlerweile so warm geworden, dass sich mein Interesse an Geschichte und Architektur extrem in Grenzen gehalten hat, aber ich ließ es mir nicht nehmen, auf den Domberg hoch zu fahren.

Der Dom zu Freising

Wunderschöner Blick über Freising vom Domberg aus

Auf dem 2. Foto kann man es erahnen, dass sich am Horizont dunkle Wolken zusammen gebraut hatten. Es hat aber zum Glück nicht geregnet, es kühlte nur merklich und sehr angenehm ab. Ab Freising war ich dann richtig entspannt, ich fuhr vom Isartal ins Ampertal und dann ins Ilmtal Richtung Geisenfeld. Bei Geisenhausen (ca. 5 Kilometer von Schweitenkirchen entfernt) hab ich aus dem Augenwinkel einen beeindruckenden Baum gesehen. Also kurz umgedreht und genauer angeschaut. Je näher ich gekommen bin, umso imposanter wurde der Baum.

Die Winter-Linde bei Geisenhausen – links am Zaun mein Roller zum Vergleich

Sehr beeindruckend dieser mächtige und alte Stamm

Hier ein paar Daten…

Manchmal wäre schon interessant, zu erfahren, was diese Naturdenkmäler im Laufe der Zeit alles gesehen haben. Man kommt sich auch extrem klein und unwichtig im Schatten dieses Baumes vor. Die Winterlinde reiht sich nahtlos ein in die Naturdenkmäler unserer Gegend wie die 1000jährige Eiche, die Wunschbuche oder früher die Bavaria-Buche.

Aber schön langsam wollte ich nach Hause, meine Frau wollte noch mit mir in unser Stamm-Cafe´ in Ingolstadt radeln, das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. So schön wie der Tag begonnen hat, ist er auch geendet nach einer wunderschönen Tour ins Erdinger Moos. Ein Bild habe ich aber noch:

Große und wahre Worte….

Hier die Route zum Anschauen