Ein Stück Frankreich in Oberbayern

Tagestour am 21.08.2020

300m² Französischer Boden in Oberbayern – Das Latourdenkmal

Es war ein wunderschöner Tag, bis zu 35° sollten es werden. Ich hatte zwei wunderschöne Tage mit meiner Frau im Chiemgau hinter mir und wollte einfach mal durchatmen. Mein Scoopy ist zum Kundendienst und so wollte ich meine Vision mal wieder entstauben. Auf alle Fälle sollte es nicht zu weit gehen, wegen der zu erwartenden Hitze. Warum also nicht nach Frankreich ? Sind ja von Ingolstadt aus nur gute 45 Kilometer….

Nein, mich hatte nicht der Hitzschlag getroffen und ich habe auch nicht die falschen Medikamente genommen 😉 , ich hatte per Zufall einen Beitrag auf Youtube gesehen, der französische Besitztümer in Deutschland aufgeführt hatte.

Bei ca. 2:30 kommt die Erwähnung eines Denkmals in Oberhausen, ca. 10 Kilometer westlich von Neuburg an der Donau zu ehren eines französischen Grenadiers, der 1800 in der Nähe dieser Stelle gestorben war. Ich hatte davon noch nie gehört – warum mir also das Ganze nicht mal mit eigenen Augen anschauen. Die Strecke dahin war ziemlich unspektakulär, aber kurz vorm Ziel musste ich schon lachen, als ich zwei Ortsschilder gesehen habe:

Nach Fernmittenhausen kommt natürlich….

Nähermittenhausen….Mittenhausen selber hab ich nie gefunden 😉

Nach einer guten Stunde kam ich dann auch schon nach Oberhausen, am Ortseingang wird schon mit einem großen Schild auf das Denkmal hingewiesen.

Denkmal La Tour d´Auvergne

Kurz darauf war ich auch schon da, auch bei großer Hitze ein sehr schöner, besinnlicher Ort.

Der Eingang zur Gedenkstätte

Man sieht hier auch die Französische Fahne, die Fahne Oberhausens, die Bretonische Flagge und natürlich das EU-Banner.

Hier das ganze mal erklärt

Französischer Boden 😉

Dann ging es aber auch schon hoch zum Denkmal

Sehr schön angelegt

Das Ehrenmal für Théophile Malo Corret de Latour d´Auvergne

Die Rückseite

Ich stehe in Frankreich 😉

Hier gibt´s nochmal eine kurze Erklärung dazu

Das ganze Areal ist sehr schön angelegt, ich habe mir eine halbe Stunde auf einem Bänkchen im Schatten gegönnt und über die Gegend geschaut. Es gibt so viele interessante Dinge zu sehen – man muss nur hinschauen.

Nachdem ich die Grenze nach Deutschland wieder passiert hatte 😉 , wollte ich eigentlich noch eine Runde drehen, aber mein ganzer Körper hat nach Schatten und Kühlung verlangt, das Thermometer stand mittlerweile bei 35°. Also fuhr ich wieder Richtung Heimat und gönnte mir eine erfrischende Dusche und ein kühles Blondes.

So wurde es eine kleine, aber sehr feine und interessante Ausfahrt mit einem kurzen Stopp in Frankreich 😉 und einem Fundstück des Tages:

Das Glück ist manchmal auch ein Augenblick der Stille

Hier noch die Route bei Google Maps